Zerknitterte Schönheiten im Fotostudio
Gesenkter Blick
Wenn ich nach der Arbeit die letzten Meter von der Busstation nach Hause gehe, laufe ich an einigen Laubbäumen vorbei.
Je nach härte des Tages ist mein Blick mal geradeaus mal leicht nach unten geneigt. Bei zweiterem sind mir die vielen verschiedenen Farben und Zustände der Blätter aufgefallen. Was für eine Überraschung im Herbst ![]()
Eines Abends hatte ich dann die Idee, diese Schönheiten auf spezielle Art und Weise in Szene zu setzen. Nicht mit bodennahen Makros, nicht mit Weitwinkel auf Knöchelhöhe.
Könnte ich diese Blätter nicht in meinem DIY-Heimstudio ins Szene setzen. Vor schwarzem Hintergrund fotografieren und mit dem Blitz als einziger Lichtquelle etwas spielen?
Vom Hirn ins Studio
Gedacht getan. Verschiedene Blätter eingesammelt. Eine Nacht im Hausinneren getrocknet. Auf einer Kartonschachtel mit Wäscheklammer fixiert und positioniert.
Die Sache mit dem Licht war einmal mehr nicht so einfach wie gedacht. Meine Lernkurve scheint in diesem Bereich eher flach zu verlaufen.
Es fiel mir schwer, dass das Blatt im Licht bzw. Gegenlicht meines SB900 so aussah wie ich es mir wünschte und ohne dass der Hintergrund zu stark mitbelichtet wurde. Ich könnte der Ausrüstung die Schuld geben. Vermutlich würde es mit dem Zubehör xy (Softbox oder Wabe?) einfacher gehen. Wenn ich es jedoch schon ohne dieses Zubehör eher mit Glück als mit Planung hinkriege, ist die Gefahr gross¨, dass diese Zubehörwünsche eher Ausflüchte sind die das Setting komplizierter machen würden anstatt mir zum fotografischen Glück zu verhelfen.
Und Du?
Kennst du das? Wir hast du deinen Blitz in der Heimstudiofotografie “in den Griff” gekriegt?
Hättest du für diese Fotos eine Softbox oder Wabe verwendet und was hätte diese bewirkt?
Bühne frei für die zerknitterten Schönheiten
Mehr
Blütenmakro – und was war zuerst, die Tulpe oder der Monitor
Ganz genau weiss ich nicht ob mich die Monitoridee zur Tulpe brachte oder die Tulpe zur Monitoridee.
Wie auch immer, es war spannend und aufschlussreich.
Jetzt aber mal der Reihe nach…
In den letzten Wochen las ich unter anderen bei kwerfeldein.de, dass einige ein IPad oder ihr IPhone zur Objektbeleuchtung in der Fotografie nutzen. Es gab viele Kommentare ob dies eine nette Spielerei oder was brauchbares ist. Mein Fazit nach Selbstversuch - Erstaunlich brauchbar.
Ich hatte also diese schon fast verblühte sehr weit entwickelte Tulpe und wollte sie mit Blitzhilfe und Nahlinsenset ins rechte Licht rücken. Anstelle von weissem oder schwarzem Tuch als Hintergrund, stellte ich die Tulpe vor meinen Monitor und spielte mit verschiedenen Grautönen, Farben und Farbverläufen als Bildhintergrund.
Hier eine Auswahl der dabei entstandenen Bildern:
Making of
Die folgenden beiden Bildern zeigen das “Making of”.
Gearbeitet habe ich mit meiner Nikon D90 , dem 16-85mm Kit-Objektiv mit Hoya-Nahlinsen auf dem Manfrotto-Stativ und einem SB-900 Blitz mit Joghurtbecheraufsatz.
Als Monitorhintergrund diente mir ein Asus 24” Monitor und Adobe Fireworks lieferte das Hintergrundbild. Ja es gibt noch andere Programme neben Photoshop und Lightroom ![]()
Meine Semiprofessionelle Backupkamera (Canon Ixus 40) liefert leider keine bessere Qualität
Rücklicht
Das rechte Bild oben zeigt das Setting von meinem letzten Foto aus dieser Serie. Hierbei verwendete ich eine Styroporplatte um das Blitzlicht zusätzlich zu streuen.
Beim zweiten Bild unten blitzte ich von hinten “durch die Blume”. Die dabei entstandenen Blattüberlagerungen gefallen mir sehr gut, muss aber bekennen, dass es nicht geplant – sondern eher ein Glückstreffer war, etwas gelernt habe ich dabei trotzdem ![]()
Nachtrag vom 23.1.2011:
Habe soeben gesehen, dass es bei Jana eine Blogparade zu Blümchenmakros gibt, da mich ich doch mal mit.
Und Du?
Hast du auch schon einen Monitor von was auch immer als Hintergrund oder Lichtquelle benutzt? Verlink doch deine Bilder als Kommentar, ich bin gespannt!
MehrUpdate! Blitz und Rauch
Die Faszination der Formen und Farben von Rauch galt es festzuhalten.
Eine ideale Aufgabe, um mich mit dem neu gekauften Blitz auszutoben.
Als Rauchspender diente ein Räucherstäbchen, welches nachhaltig wirkte. Noch jetzt liegt ein (mittlerweile angenehmer) Duft in der Luft meines Eigenbaustudios.
Mit der positionierung des Blitzes musste ich länger experimentieren. Die besten Ergbebnisse erzielte ich, wenn der Blitz leicht hinter der Rauchebene postioniert wurde und in Richtung Kamera blitzte.
Für die ersten Rauchbilder bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Nachbearbeiten war relativ leicht und insbesondere das sanfte herumspielen an der Farbkorrektor machte regelrecht Spass. Bevor ich jetzt nur noch Schall und Rauch schreibe, hier das Ergebnis.
Update: 15.1.2011
Nur 3 Tage nach meinem Artikel lese ich auf kwerfeldein.de einen super geschriebenen Post von Hendrik, der ebenfalls Rauch fotografierte. Auf die Idee mit dem inventieren bin ich selber nicht gekommen. Seine Bilder haben mich aber motiviert, einige meiner Bilder ebenfalls “umzukehren” und das Ergebnis gefällt mir sehr gut, wenngleich ich die Bilder von Hendrik besser finde. Vielleicht lag es am fehlenden Pastis
Sandra von geblendet.wordpress.com hat’s auch getan
Und Du? Hast du auch schon Rauch fotografiert? Hast du vielleicht noch Tipps oder ein Feedback für mich?
MehrMein Weihnachtsgeschenk und ich – Der Anfang einer langen Freundschaft
An Weihnachten geht es nicht um Geschenke, sondern um den Geburtstag von Jesus. Dies ist uns als Familie sehr wichtig.
Da es in diesem Blog in erster Linie um Fotografie geht, werde ich jetzt aber über das Materielle schreiben
Als Doppelverdiener-Ehepaar wussten wir uns teilweise fast nicht was schenken, denn was wir uns wünschten kauften wir uns. Das Geld war ja da.
Als Ehepaar mit 3 Kindern und einem Haus ist das etwas anders. Ich freue mich jeweils auch auf meinen Geburtstag und Weihnachten, weil dann meine Fotoausrüstung um ein Stück erweitert wird.
Nach langem Überlegen, was es sein soll, habe ich mich für einen externen Blitz entschieden.
Mehr





















Mein Name ist Dario Schlegel und in diesem Blog schreibe ich über meine Freuden, Leiden und Erfahrungen als Freizeitfotograf.
Es freut mich, wenn du Artikel kommentierst oder meinen
Ich habe zugeschlagen und mir ein Wacom Bamboo Pen & Touch Fun Medium ...
Vorwort:
Manche Dinge kapiere ich erst wenn ich sie selbst erlebe.
Ja nach eigenem ...
Die Familienbande der Schimpansen war im Aussengehege, als ich ihre Vertrautheit und ...
Das Auge braucht einen Moment, um sich bei den vielen Streifen orientieren ...
Es ist 9.26 Uhr am Morgen. Die Wiese neben dem Spielplatz ist ... 
Zuletzt kommentiert