Nebel im Quadrat ¦ Teil 2
Nebel ist ideal für meine Landschaftsfotografie.
- Unvorteilhaften Bildhintergründe verschwinden im Nebel.
- Reduktion der Komplexität durch geringere Gestaltungselemente
- Viel weiches Licht
- Die Vertraute Umgebung neu entdecken
- Erleben dass es doch nicht so einfach ist wie gedacht
Nebelgrenze vs. Monitorgrenzen
Die Äste dieses Baumes schimmerten ganz schwach durch den Nebel. In der digitalen Dunkelkammer war es dann nicht ganz einfach die Äste so herauszuarbeiten dass sie auf beiden unkalibrierten Monitoren nicht zu stark und nicht zu schwach sichtbar sind - eben so wie draussen im Nebel. Hat jemand von Euch einen kalibrierten Monitor?
Falls ja – ist der Baum in den beiden Bildern “undeutlich genug” zu sehen?
Gewisse Dinge lassen sich kann ich (noch) nicht mit der Kamera festhalten
Diese Erfahrung lässt mich gewisse Naturschauspiele entspannt und kamerafrei geniessen. Ein grandioses Abendrot, der Schneesutrum während einer abendlichen Autofahrt, …
Solche Momente versuchte ich früher oft mit der Kamera festzuhalten. Entweder hatte ich dann jedoch im entscheidenden Moment die Kamera nicht dabei oder war anschliessend vom Ergebnis enttäuscht.
Am Mittag vom 28. Dezember 2011 versuchte ich meine Erfahrung zu korrigieren. Die Sonne strahlte durch die Baumwipfel und zeichnete ihre Strahlen in den Nebel, welcher den Baum in eine leuchtende Hülle verpackte. Es sah einfach unglaublich aus. Zu Hause stellte ich dann leider fest, dass die Bilder hoffnungslos in den Lichtern ausrissen. Ausserdem waren die Bilder meilenweit von der faszinierenden Realität entfernt. Übrig blieb aus meiner Sicht ein klägliches Ergebnis, welches knapp erahnen lässt was da zu sehen war. Kennt ihr das, dass sich das einfach nicht fotografieren lässt was ihr vor eurer Linse habt?
Zwei Treffer
Der Ertrag meines ersten Nebel-Fotowalks war grösser. Gelohnt hat sich der erneute Schritt nach Draussen für mich aber allemal.
Zwei Bilder, die fast nebenbei entschtanden, sind nach der Sichtung und Nachbearbeitung meine Lieblingsbilder dieser Serie.


Update 1.1.2012
Bernd Hoffmeier von http://bhoffmeier.de hat mich um das RAW-File gebeten, um sich mit Lightroom daran auszutoben. Habe ich gerne gegeben und mir gefällt sein Ergebnis (rechts).
Mir gefällt der Gelbton sehr gut und das helle Grün um den Baum Herum. Danke Bernd!
Mehr
Nebel im Quadrat
Letzten Sonntag stand ich auf wurde ich von unseren tollen Kindern geweckt und blickte aus unserem Schlafzimmerfenster. Reifen auf dem Gras (wie sagt man dem auf Hochdeutsch?) und dichter Nebel. Sofort wusste ich: “Ich muss raus und diese Stimmung einfangen”. Also Kamera und Stativ einpacken und ab in den Nebel
.
Im Kopf hatte ich schon vor dem ersten Auslösen die quadratischen Bilder in schwarz/weiss von Martin Gommel.
Überrascht war ich, dass das Stativ gar nicht notwendig war. Obwohl es durch den Nebel düster wirkte, war genug Licht da, um Freihand zu fotografieren.
Mit dem Ergebnis bin ich zufriden. Es sind die ersten Bilder in diesem Stil von mir. Richtig umwerfend finde ich keines, aber auf dem Weg zum (für sich) perfekten Bild gibt es viele nicht-perfekte…
Die fantastischen Vier
Wir haben am 16. Februar 2011 das vierte Mal Nachwuchs bekommen. Dies ist in erster Linie ein Familienprojekt, hat also noch nicht zwingend etwas mit Fotografie zu tun.
Da zu einer Geburt auch eine Geburtsanzeige gehört, kommen wir dem Thema von diesem Fotoblog schon etwas näher.
Lange Zeit hatten meine Frau und ich keine Idee was und wie wir es gestalten sollten, bis eines Tages die Idee da war.
Titelbild
Fotografiert habe ich die Kinder (zwecks Stillsitzen jeweils einzeln) in einem schwarzen Pulli in meinem Eigenbaustudio. Als Beleuchtung diente mir ein Bauscheinwerfer.
Anschliessend gestaltete ich die Anzeige als Klapp-Karte fixfertig mit Adobe Illustrator. So musste ich nach der Geburt nur noch das Babyfoto einfügen und das PDF an die Druckerei schicken.
An dieser Stelle ein Dankeschön an Flyerline.ch. Obwohl ich kein Gut-zum-Druck verlangte, machten sie mich auf einen Beschnittfehler von mir aufmerksam. Diesen konnte ich dann noch korrigieren und hielt nach knapp zwei Tagen die fertigen Karten sauber gedruckt und zu einem Top-Preis in Händen. Jetzt aber zurück zu den Fotos.
Babybild im Spital
Der schwierigste Teil des Projektes. Denn einerseits habe ich -trotz vier Kinder
– nicht viel Übung in der Babyfotograife und andererseits soll ja die Anzeige möglichst schnell verschickt werden, also kann auch nicht über mehrere Tage fotografiert werden.
Die fertige Karte:
Das Projekt hat mir als Vater UND als Fotograf Freude gemacht. Ob und wie ich es hier im Blog beschreiben soll, war ich zuerst unsicher. Ich bin sehr zurückhaltend mit dem Verbreiten von Bildern meiner Kinder im Netz. Aus diesem Grund habe ich hier auch nicht das PDF mit den “Maschinenlesbaren” Namen online gesetzt sondern “nur” Fotos der Fotos.
MehrFlughafenserie Teil2: Bewegt
Bewegt – Der Titel ist Programm für diese Woche und für die Bilder.
Die Woche:
Ich wurde am 16. Februar 2011 zum vierten Mal Vater. Es ist ein wunderbares Mädchen, welches Liel (gespr. Liäl) heisst.
Ein solch junges Geschöpflein in meinen Armen zu halten, auf das wir viele Monate freudig gewartet haben, ist ein bewegender Moment, den ich nicht in Worte fassen kann.
Die beiden Schwestern von Liel sind ebenfalls hin und weg und sogar ihr Gerangel, wer jetzt zuerst und länger das kleine Schwesterchen halten darf ist von Achtsamkeit geprägt, was man ansonsten bei ihren Rangkämpfen nicht immer sagen kann.
Der Bruder von Liel ist mit rund 1.5 Jahren noch mehr am Spitalbett und dem rosaroten Schnuller interessiert als an seiner kleinen Schwester…
Neben der Geburt bedeutet diese Woche – bis Mami und Liel nach Hause kommen – auch viel Zeit mit meinen drei “grösseren” Kindern, was für uns eher selten ist und wir alle sehr geniessen.
So genug Ausserfotografisches, zurück zum Thema Bewegt in der Fotografie
Foto-Thema Bewegt – Teil II der Flughanfenserie
Nach der Vorschau und dem Teil I zum Thema Symmetrie habe ich die letzten Tage (neben der Geburtsanzeige) die Bilder für die zweite Flughafenserie bearbeitet. Das Thema welches ich bereits beim Fotografieren vor Ort im Kopf hatte: Bewegt. Ziel war es, die bewegten Menschenmengen, die es an einem Flughafen gibt, in Bildern festzuhalten. Dazu nutzte ich ergänzend zur Kamera einen Graufilter (ND4) und ein Stativ.
Berauschende Bilder mit dem Graufilter stellte ich mir völlig easy vor. Meinem inneres Auge, sah ein Treppen-Bild welches mir seit über einem Jahr nicht aus dem Kopf geht.
Anstelle dieser heller Schatten “verschwanden” bei längeren Belichtungszeiten die Menschen. Also doch nicht so easy. Kopf nicht hängen lassen und machen was mit meinem derzeitigem Wissen möglich ist.
Bei den folgenden beiden Bildern hat Photoshop etwas mehr gewirkt. Ich habe mehrere (5-10) Bilder übereinanderkopiert, um “dem Bild im Kopf” etwas näher zu kommen.
Hilfe!
Hat jemand einen Tipp, wie ich Titarenkos Schattenbildern etwas näher komme??
Rückblickend sehe ich eines der Geheimnisse darin, dass es helle Kleider bei dunkler Umgebung braucht. Im Flughafen scheint die Farbmode der Architektur und der Kleider derzeit gleichzeitig auf dunkel zu tendieren, was die bewegten Menschen schnell “verschwinden” lässt.
Flughafenserie Teil1: Symmetrie
Wie es zur Serie kam
Angeregt durch die Serie mit Banhof-Symmetrie-Bilder von Pixelfreund und anderen, suchte ich am Flughafen Zürich gezielt nach Symmetrien.
Dies half mir einerseits trotz der vielen Eindrücke nicht meinem Anfängerdrang überall und alles zu fotografieren nachzugeben, sondern gezielt und “mit System” vorzugehen.
Erstaunlich ist, wiviele Symmetrien sich an einem Flughafen aufhalten und darauf warten gefunden zu werden.
Bildwirkung
Der Flughafen Zürich ein farbloser Flughafen. Im öffentlichen Bereich dominieren graue Farbtöne. Deshalb entschied ich mich, die Serie in Schwarz-Weiss und Menschenleer zu halten. Dies Unterstreicht die kühle, anonyme verlorene Athmosphäre, welche ich an diesen Orten vorfand und auch festhalten wollte.
Hinweis für Flugreisende
Denkt ja nicht, die ganze Schweiz sei so Farblos
. Als Flugpassagier sieht man neben diesen Grauen Orten auch sehr schöne, farbige, und warme Architektur. Zum Beispiel im Airsidecenter. Um dort (hinter der Passkontrolle) zu Fotografieren hatte ich jedoch keine Bewilligung.
Feedback
Erreichen die Bilder die beabsichtigte Bildwirkung? Feedback (auch kritisches!) ist Willkommen.
Oder hast Du selbst auch schon Symmetrien gejagt, dann setz doch einen Link dazu in den Kommentaren.
Mein Weihnachtsgeschenk und ich – Der Anfang einer langen Freundschaft
An Weihnachten geht es nicht um Geschenke, sondern um den Geburtstag von Jesus. Dies ist uns als Familie sehr wichtig.
Da es in diesem Blog in erster Linie um Fotografie geht, werde ich jetzt aber über das Materielle schreiben
Als Doppelverdiener-Ehepaar wussten wir uns teilweise fast nicht was schenken, denn was wir uns wünschten kauften wir uns. Das Geld war ja da.
Als Ehepaar mit 3 Kindern und einem Haus ist das etwas anders. Ich freue mich jeweils auch auf meinen Geburtstag und Weihnachten, weil dann meine Fotoausrüstung um ein Stück erweitert wird.
Nach langem Überlegen, was es sein soll, habe ich mich für einen externen Blitz entschieden.
MehrU2, Nebelmeer und behind de scenes
Vor einigen Wochen hatten meine Frau und ich 3 Tage Ferien ohne unsere 3 Kinder – aber mit Kamera
.
Ein Bild davon möchte ich Euch vorstellen, ein weiteres folgt später.
Bei der Hinreise machten wir Zwischenhalt in Bregenz und gingen dort etwas dem Bodenseeufer entlang.
Der Nebel sorgte für eine tolle Stimmung, denn es gab keinen Horizont. Dieser vermischte sich mit dem Nebel. Mir kam das U2-Cover “No Line on the Horizon” in den Sinn und ich versuchte mich in der Erstellung eines Plagiates. Gar nicht einfach aus den wenigen Kontrasten und Farben die vorhanden sind, was ansehbares zu erstellen. Vor Ort hatte ich das Gefühl ein tolles Foto erstellt zu haben. Zu Hause stellte es sich dann mehr als Matsch und Dunst heraus. Trotzdem stelle ich es hier online. Denn vielleicht hat jemand noch Tipps auf was es bei dieser Art von Fotos zu Achten gilt, dass das Wenige nicht nach Nichts aussieht?
Behind de scenes
Unter diesem Titel befinden sich auf DVD’s oft kleine Pannen, welche sich beim Filmdreh o.ä. ereigneten. Wenn ich konzentriert arbeite kann ich die meisten Pannen vorher erkennen und umgehen. Die Gegenlichtblende ist korrekt aufgesetzt, allfällige Belichtungskorrekturen vom letzten Foto sind zurückgesetzt, die Kamera halte ich gerade, usw. Einen kleinen Lernerfolg nehme ich aber auch von diesem Tag mit. Immer darauf achten wo man sich hinkniet, insbesondere in Seenähe! Die Erklärung ist leider nicht mehr so klar erkennbar, denn diese klebte an meinem Knie
bridge over troubled water
Ein weiteres Bild in der Serie “ohne Worte“.
Aufgenommen in Andermatt, mittem im künftigen “Andermatt Swiss Alps” von Sami Sawiris. Ob die Brücke die gigantischen Bauarbeiten überdauert wird sich in den nächsten Jahren zeigen.
MehrSpannung – Die Ausbeute
Wie bereits geschrieben war ich diese Woche frühmorgens kurz draussen um den Morgennebel festzuhalten.
Was ich faszinierend finde ist – dass alle Farben schon da sind, Mann sieht sie nur nicht. Klingt jetzt komisch aber ist echt so.
Das Auge sieht um diese Uhrzeit knapp die Konturen und fast nur schwarz (Bild2), aber mit genügend Belichtungszeit wird der Himmel Blau und die Wiese grün. (Siehe Bild 3)
Ein Wow-Effekt blieb beim betrachten der Bilder am PC leider aus. Die spezielle Stimmung konnte ich (noch) nicht einfangen. Trotzdem poste ich es hier. Falls es mir später mal gelingt vergesse ich somit nie dass es mir nicht in den Schoss gelegt wurde
Genug geschrieben, hier die Bilder.
Ein richtig tolles Morgennebel-Bild inkl. der Bearbeitung dazu gibt es übrigens bei Andreas von 96dpi.de.
MehrSchwangerschaft, Hochzeit und vier Bilder
Im Moment ist es ziemlich ruhig hier im Fotoblog. Ich bin wenig am fotografieren und noch weniger am Bilder bearbeiten.
In erster Linie schreibe ich dies meiner Solidarschwangerschaft mit meiner Frau zu. Ich schone meinen Bewegungsapperat und stelle eine ausreichende Energiezufuhr sicher
Letzten Sonntag waren meine Frau und ich an einer Hochzeit. Vielen Dank an dieser Stelle an Doris und Jürgen, es war ein tolles Fest!
In der Schweiz ist es Brauch, dass diejenigen welche als letzte den Festort verlassen, jeweils einen Teil der Tischdeko/Blumen mitnehmen dürfen. Dies war auch bei diesen Hochzeit der Fall. Meine Frau meinte sofort: “Super, da freuen sich unsere beiden Töchter, wenn wir ihnen eine Rose bringen”. Ich dachte in etwa das Selbe: “Super, die Rose kann ich im Eigenbau-Fotostudio fotografieren”.
Somit gingen wir müde, zufrieden und mit drei Rosen nach Hause.
Rose aufstellen, mit dem Lichtsetting experimentieren, abdrücken, auswählen, bearbeiten und online stellen.
Studioergebnisse Blumenstudie
Nachdem der Kurzbericht über das Fotostudio aufgeschaltet ist, möchte ich jetzt mal ein paar Bilder aus dem Eigenbau-Studio zeigen.
So richtig begeistert bin ich von den Bilder noch nicht. Ich hatte die Blende zu weit geöffnet und die sonst oft tollen Effekte einer geringen Tiefenschärfe waren hier eher fehl am Platz. Was mir passend scheint bei diesen Bildern ist das quadratische Fomat.
Hier beginnt der grosse Vorteil eines Studios. Im Gegensatz zur Naturfotografie wo mann lange warten muss, bis man nochmals die selbe Lichtsituation kriegt, kann dies im Studio relativ einfach wiederholt werden. Habe ich dann auch gemacht. Aber die dabei entstandenen Low-Light Sonnenblumenbilder gibt es ein Andermal.
Und Du?
Denkst du das quadratische Format passt? Darf man Blumen Schwarz-Weiss fotografieren, hast du das auch schon getan?
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Mein Name ist Dario Schlegel und in diesem Blog schreibe ich über meine Freuden, Leiden und Erfahrungen als Freizeitfotograf.
Es freut mich, wenn du Artikel kommentierst oder meinen
Zum Jahresanfang Bilder mit wenig Worten, wenig Farbe und viel Frost.
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