Natur

Grauverlaufsfilter in der Landschaftsfotografie

Gepostet am 23. Juli 2011 in Fotografie, Lernen, Natur | Keine Kommentare

Wozu Grauverlaufsfilter?

Bis vor kurzem hatte ich nie davon gehört. Ich kannte nur Graufilter für längere Belichtungszeiten.
Aber was bitte sind Grauverlaufsfilter und wofür brauche ich die, wenn ich doch Photoshop/Lightroom habe?

Seit dem Landschaftsfotografieworkshop weiss ich jetzt sehr genau, wozu die da sind und dass man die nicht mit Photoshop ersetzen kann.

Theorie zu den Grauverlausfiltern (kurz GND)

Grauverlaufsfilter sind Plastikscheiben mit einer von dunkel bis transparent verlaufenden Lackierung.
Diese werden vor die Kamera gehalten und lassen so unterschiedlich viel Licht an den Fotosensor.
Es gibt die Grauverlaufsfilter in verschiedenen Abdunkelungsstärken (je nachdem wie stark man den Effekt will/braucht).
Ausserdem gibt es sie mit hartem Verlauf für gerade Horizonte (Wiesen, Meer, …) und weichem Verlauf für “wilde” Horizonte (Baumwipfel, Berge, …).
Mehr Theorie gibt es auf Wikipedia zu den Grauverlaufsfiltern in englisch oder deutsch.

 

Bildlegende von links nach rechts: ohne Filter So sieht ein GND-Filter aus mit Filter Bei den unterschiedlich hohen Bergwipfeln empfiehlt sich ein weicher GND

Fotografieren mit dem GND

Stativ aufstellen, Bildausschnitt wählen, Filter vor die Kamera halten, abdrücken.
Das mit dem vor die Kamera halten ist nicht ganz so easy. Es gibt zwar Haltesysteme aber von denen hat uns der erfahrene Kursleiter Stefan mit guten Argumenten abgeraten. Denn wenn der Filter in diesem Haltesystem montiert ist, wird es schwierig mit dem Drehen des Polfilters, da sich dann der Grauverlaufsfilter auch wieder dreht. Eine weitere Schwierigkeit ist dann das flexible hoch-/runterschieben des Filters ohne an Schrauben drehen zu müssen.
Also hält man den Filter freihand vor das Objektiv, guckt durch den Sucher oder auf das Lifeviewbild und drückt dann ab. Aber auch dass ist noch nicht alles ;)
Der Grauverlaufsfilter ermöglicht das Fotografieren von Szenen mit mehr Bildinformationen also ohne.
Wenn ich beispielsweise die Schattenseite eines Berges fotografieren (wie bei den Bildern oben) will, über dem ein blauer Himmel mit Wolken ist, habe ich ohne Grauverlaufsfilter drei Optionen.

  • Belichtungsmessung für die Wolken optimieren, dann wird der Schattenhang des Berges unterbelichtet
  • Belichtungsmessung für die Schattenseite des Berges optimieren, dann werden jedoch die Lichter der Woken ausbrennen
  • Mehfachbelichtung (1x Himmel und 1x Berg richtig belichten) machen und in Photoshop mittels Ebenenmaske wieder ein Bild bauen.
    Die letzte Methode hat den Nachteil, dass es Zeitaufwändig ist und beim Fotografieren das Ergebnis noch nicht richtig sichtbar ist.

Mittels Grauverlaufsfilter kann ich so vorgehen, dass ich ohne Filter die Belichtungsmessung der Kamera für einen dunkeln Bildteil durchführe.
Dann speichere ich diese Belichtungsmessung, halte den Grauverlaufsfilter vor die Linse bis es passt und drücke den Auslöser. Dadurch wird das Bild optimal belichtet, ohne zu starke Lichter/Schatten.

Bildlegende: ohne Filter Teilfilter (beim Gras sieht man, dass unten der Filter komplett durchsichtig ist Bild mit Filter Die Wiese bildet eine harte Linie, somit kam hier auch ein GND-Filte mit hartem Verlauf zum Einsatz

Herausforderungen beim Fotografieren mit dem Grauverlaufsfilter

  • Es gilt den Filter so zu halten, dass zwar die Filterwirkung auf dem Bild ist aber nicht die Filterhalterung, also die Finger
  • Die Belichtungsmessung braucht viel Übung. Im Kurs zeigte sich, dass bei den Canonkameras der Lifeview die Belichtung ziemlich gut wiedergibt, bei Nikon hingegen die Vorschau masslos überbelichtet ausgibt.
  • Damit das Ergebnis natürlich aussieht, darf der Filter nicht zu stark abdunkeln. Wenn er jedoch zu schwach abdunkelt werden die Wolken überbelichtet.
  • Je nach Motiv und Helligkeitsunterschiede des Bildausschnittes, müssen mehrere Filter übereinandergelegt und vor die Linse gehalten werden. Haltetechnisch kein Problem, aber auch hier braucht es viel Übung und Erfahrung bis es passt.
  • Viele Fotos sahen auf dem kleinen Monitor der Cam noch toll aus auf dem grösseren Monitor zu Hause zeigte sich dann, dass ich mit dem Verlauf den Bildhorizont nicht sauber mit dem Filterverlauf überlagerte, Finger im Bild waren, u.v.m

 

 

Fazit GND Filter

Ich bin begeistert von dieser Technik. Seit dem Kurs denke ich bei Sonnenuntergangszenen: “Hätte ich jetzt diese Filter, könnte ich sowohl den Himmel als auch die Landschaft perfekt belichten und einen Teil der Stimmung einfangen”. Ich betrachte jetzt auch Landschaftsfotos anders und versuche zu erkennen ob sie mit einem GND erstellt wurden oder nicht.
Früher oder später werde ich mir ein Filterset bestellen und darüber berichten.

Beispielbilder mit GND aus dem Kurs: Schwendisee im Toggenburg Gegenlichtaufnahme auf dem Winzenberg “Rückseite” des Säntis mit Toggenburgerhaus

 

Fazit Kurs Landschaftsfotografie

Dies ist der letzte Artikel der kleinen Triologie über den Workshp. Hier ist übrigens Teil 1 mit dem Einstieg und Teil 2 zum Thema Polfilter.
Ich möchte dieses Fazit nutzen, um für den Kursleiter, der als Fotograf Jungunternehmer ist, die Werbetrommel zu rühren.
Stefan Forster betreibt unter dem Namen Photocube.ch ein Kurszentrum für Fotografie und Fotoreisen. Dass er nicht nur ein geduldiger, leidenschaftlicher und humorvoller Workshopleiter ist zeigt er auf seiner Webseite stefanforster.com. Dort zeigt er eine Auswahl seiner Fotos von mehreren Kontinenten und ihr werdet bei vielen Bilden entdecken, dass er für seine Bilder erfolgreich den Grauverlaufsfilter verwendet.

Vermutlich nicht mein letzter Kurs bei Photocube.ch, denn es hat Spass gemacht und ich habe viel gelernt und umgesetzt.

Bilder vom Workshop: Erste Gehversuche mit den GND-Filtern Unsere Gruppe im Einsatz Stefan Forster, unser Kursleiter ausnahmsweise mal vor der Kamera

 

Gastartikel bei der Fotocommunity (Update vom 24.8.2011)

Die Fotocommunity hat mich für einen Gastartikel angefragt. Hat mich sehr gefreut und ich habe mich für diesen Artikel hier entschieden.
Hier im Blog war ich erstaunt dass es zu diesem Artikel keine Kommentare gab. Umso mehr freue ich mich über die Kommentare und unterschiedlichen Meinungen auf der FC.
>>Hier gehts zur Fotocommunity und derArtikelzusammenfassung mit Kommentaren und hier zum kompletten Artikel ohne Kommentarfunktion.

Mehr

Videoerklärung: Polfilter in der Landschaftsfotografie

Gepostet am 16. Juli 2011 in Ausrüstung, Fotografie, Lernen, Natur, Videos | 14 Kommentare

Video

Wann genau funktioniert ein Polfilter in der Landschaftsfotografie?
Wo ist seine Wirkung am Grössten und wo hat er keine Wirkung?
Was ist ein Polarisationsknautsch?

Diese Fragen werden im folgenden Video sehr anschaulich und einfach erklärt.
Sozusagen vom Anfänger gemacht – für Anfänger gedacht.

Das Video ist kein Meisterwerk. Ich habe gelernt, dass mein Platz eher hinter der Kamera als vor der Kamera ist
und dass die Sache mit Auflösung, Bildformat, Kompression usw. nicht ganz einfach ist ;-)

Polfilter in der Landschaftsfotografie from Bilderwald on Vimeo.

 

Polarisationsknautsch

Im Video erwähne ich den Polarisationsknautsch. Dieser entsteht wenn die Polarisationswirkung flächenmässig kleiner ist, als das Bild.
Fotografiert habe ich hier mit Brennweite 16mm an meiner Nikon D90. Um diesen unschönen Effekt verhindern zu können gibt es verschiedene Möglichkeiten: Bildausschnitt verkleinern / durch Drehung des Polfiters effekt abschwächen und in der Nachbearbeitung die Abdunkelung gleichmässig nachstellen mittels Photoshop, Lightroom usw.

 

Reflektionen mittels Polfilter reduzieren oder ausschalten

Falls es dann doch mal passiert dass ein Polknautsch auf dem Bild ist, zeigt der Lightroomblog zwei Wege wie sie wieder wegretouchiert werden können.

Reflektionen mittels Polfilter reduzieren oder ausschalten

Eine weitere Wirkung des Polfilters ist, dass er auch Spiegelungen von Gewässern oder Blättern reduziert. Dort spielt der Winkel von Sonne – Objekt – Kamera jedoch eine untergeordnete Rolle.
Als Beispiel hier zwei Fotos, mit (fast) dem selben Standpunkt. Die beiden Bilder zeigen, wie sich die reflektionen im Wasser und auf den Blättern im Baum auf Wunsch komplett reduzieren lassen.

    

 

 

 

 

 

 

 

Feedback

Da es mein erstes solches Video ist, würde ich mich speziell über Rückmeldungen freuen.
- Sind die Eklärungen im Video verständlich?
- Gibt es einen Fachausdruck für diesen Polarisationsknautsch?
- Hast du auch schon über das Thema Polarisationsfilter gebloggt? Dann setz doch den Link in die Kommentare

 

 

Reflektionen mittels Polfilter reduzieren oder ausschalten

Eine

Mehr

Workshop Landschaftsfotografie besucht und begeistert

Gepostet am 9. Juli 2011 in Ausrüstung, Fotografie, Lernen, Natur | 4 Kommentare

 

 

Nach einer langen Wartezeit zwischen Workshopanmeldung und Kursstart war es am Mittwoch endlich so weit.
Ich habe letztes Jahr einen Workshop Landschaftsfotografie bei Stefan Forster von Photocube besucht. Aus verschiedensten Gründen gingen mir dann die Kursdaten nie – bis eben letzten Mittwoch.

 

Workshop und Workshopleiter

Auf dem Programm stand viel viel viel Praxis, gewürzt mit etwas Theorie. Kursleiter Stefan ist ein junger, sympathischer und leidenschaftlicher Landschaftsfotograf. Speziell interessiert hat mich am Workshop die Tatsache, dass Stefan ein überzeugter und pragmatischer Verwender von Grauverlaufsfiltern (kurz GND-Filter) ist. Dessen Einsatz an verschiedenen Locations in der Region stand im Zentrum des Workshops. Das ganze in einer überschaubaren und sehr netten Gruppe von 8 Fotografinnen und Fotografen, sowie dem Workshopleiter Stefan Forster.

 

Was habe ich gelernt?

Bereits vor dem Workshop war ich im Besitz eines Polfilters. Wusste auch dass dieser einen “blaueren Himmel” macht und das Licht filtert. Das wars dann auch schon.
Dieses Halbwissen hat sich jetzt mit wenig Theorie und viel Praxis angereichert. Kursleiter Stefan hat uns auch eine eindeutige Kaufempfehlung gegeben: “Kauft einen über 100.- Franken, dann macht ihr nicht viel falsch” ;-)

Wie erwähnt, war der Schwerpunkt des Workshops die Verwendung des Grauverlaufsfilters. Ich wusste zwar aus der Theorie wozu diese Filter da sind, nach deren Anwendung während des Kurstages bin ich jetzt begeistert von deren relativ einfachen Anwendung und der grosse Wirkung die damit erzielt wird.

Mehr zum Grauverlaufsfilter und dem Polfilter mit vielen Beispielfotos gibt es in meinen nächsen beiden Blogbeiträgen.

 

Kurzfazit

  • Es hat sich gelohnt!!
  • Vor Lauter Fotografie habe ich meine Haut zu wenig geschützt und so war sie am Abend deutlich überbelichtet ;-)
  • Ich habe mindestens zwei neue Sparziele: Weitwinkelobjektiv, Grauverlaufsfilter
  • Landschaftsfotografie könnte einer meiner Schwerpunkte werden/bleiben
  • Das war bestimmt nicht mein letzter Workshop
  • Stefan Forster von Photocube kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen
  • Nicht alle (Hobby-)fotografen sind im Netz präsent, keiner der Kursteilnehmer nutzt Flickr o.ä. und keiner bloggt.
    Dies hätte ich anders erwartet, zeigt mir aber dass durch die eigene Mediennutzung schnell ein verzerrtes Bild entsteht.
Mehr

Windfeld

Gepostet am 21. Juni 2011 in Fotografie, Natur | 2 Kommentare

Weisse Wolken ziehen schneller als sonst am blauen Himmel vorüber.
Das Feld wiegt wie die Ebbe und die Flut vor meinen Augen hin und her.

Still stehen die Bäume am Horizont und geben meinen Augen halt.
Sonnenschein, Brise, Windpause, mal ist es warm mal kalt.

Kamera bereit, die Windböhen werden immer wilder.
Stativ, Graufilter, wenige Klicks – im Kasten sind sie – die Bilder.

Für die Techniker: ISO200 ¦ 16mm ¦ f22 ¦ 1/4 Sek ¦ Graufilter ND8

 

Mehr

Mohnblumen rückwärts

Gepostet am 17. Juni 2011 in Fotografie, Natur | 4 Kommentare

Bei mir in der Nähe gibt es ein Mohnfeld. Die Farben von diesem Feld haben mich beim Vorbeifahren fasziniert und so nahm ich mir vor, dort mal mit der Kamera dorthin zu gehen.

Dies hatte ich mir auch schon bei einem Rapsfeldern vorgenommen, bis ich es dann jedoch wirklich umsetzte, war die Blütezeit vorbei.
Dies sollte mir jetzt nicht nochmals passieren. (Kennt ihr das, dass die Natur schneller ist, als Eure Umsetzung??)

Also diese Woche Kamera und Stativ eingepackt, hingefahren und losgelegt.
Bisher habe ich noch nie eine Mohnblume und ihren “Lebenszyklus” studiert.  Ich dachte, die “Kapselform” sei die Form, bevor die Blume zur Blüte kommt. Stellte dann jedoch fest, dass dies die Schlussform ist. Die Blume entwickelt sich sozusagen rückwärts. Mohn sieht als geschlossene Blüte so aus, wie “normale” Blumen. Dann schält bricht die violette Blüte durch (ja es gibt nicht nur rote…) und die bekannte Knospe ist dann das Schluss-Stadium.
Dieser Abschnitt liest sich etwas holprig, ich werde also definitiv kein Pflanzenführerauthor…

Jedenfalls habe ich versucht, diese Entwicklungsschritte mit den folgenden Bildern nachzuerzählen. Sozusagen eine Bildergeschichte :-D

Der Mohn von diesem Feld wird übrigens nicht zur Rauschmittelproduktion verwendet. Er ist die Grundlage für ein Mohnöl. Mehr Infos dazu auf der entsprechenden Webseite.

Der lange Zeitraum seit dem letzten Blogartikel hat leider nichts mit Schreibfaulheit zu tun. Ich habe mir einfach zu wenig Zeit zum fotografieren genommen und somit gab es auch nichts darüber zu berichte. Ich hoffe die Kamera jetzt wieder etwas öfters auszuführen, denn es macht mir jedes mal riesen Spass und ich komme richtig entspannt von diesen kleinen Fototouren zurück. Low-Budget-Wellness am Feierabend.

Mehr

Nebel im Quadrat

Gepostet am 19. März 2011 in Fotografie, Fotowalk, Natur, Plagiat, Schwarz-Weiss | 9 Kommentare

Letzten Sonntag stand ich auf wurde ich von unseren tollen Kindern geweckt und blickte aus unserem Schlafzimmerfenster. Reifen auf dem Gras (wie sagt man dem auf Hochdeutsch?) und dichter Nebel. Sofort wusste ich: “Ich muss raus und diese Stimmung einfangen”. Also Kamera und Stativ einpacken und ab in den Nebel ;-) .

Im Kopf hatte ich schon vor dem ersten Auslösen die quadratischen Bilder in schwarz/weiss von Martin Gommel.
Überrascht war ich, dass das Stativ gar nicht notwendig war. Obwohl es durch den Nebel düster wirkte, war genug Licht da, um Freihand zu fotografieren.

Mit dem Ergebnis bin ich zufriden. Es sind die ersten Bilder in diesem Stil von mir. Richtig umwerfend finde ich keines, aber auf dem Weg zum (für sich) perfekten Bild gibt es viele nicht-perfekte…

Mehr

Ausgeherbstet

Gepostet am 21. November 2010 in Fotografie, Natur | 9 Kommentare

Viel zu wenig Zeit zum Fotografieren. Dies das Fazit zu meiner aktuellen Fotosituation.
Abgesehen von einem erstaunlich gut gelungenen Shooting mit meinen 3 Kindern (für die Geburtsanzeige von NR4) kam ich die letzten paar Wochen nicht zum pflegen meines Hobbys.

Für die Teilnahme an einem Fotowettbewerb, bei einer grossen schweizer Supermarktkette, durchstöberte ich mein “Hudelwetter-Bildarchiv”.

Dabei bin ich auf folgendes Bild gestossen, welches ich schon länger mal posten wollte aber nie dazu kam.

Bereits vor Ort hat mir das Moos auf dem Holzgeländer, die Blätter auf der Brücke und die etwas hellere Lichtung im Hintergrund gefallen.
Den richtigen Schärfepunkt finden, Kamera am Boden herumschieben bis es passt und dann schnell wieder zur familiären Sonntagsspaziergruppe aufschliessen.
Positiv überrascht vom Schnappschuss-Ergebnis zu Hause dann noch Nachbearbeitet und jetzt gebloggt… Bevor der Herbst vorbei ist.

Findet ihr die Helligkeit im Bildhintergrund störend oder passend zur Szene? Da war/bin ich mir nicht so sicher.

Mehr

Clematis – und die Frage ob ich am falschen Ort gespart habe

Gepostet am 7. Oktober 2010 in Ausrüstung, Fotografie, Makro, Natur | 3 Kommentare

Die warmen Herbst-Sonnenstrahlen lockten mich in den Garten. Dorte übte ich mich in der Makrofotografie.

Als Objekt wählte ich unsere neu gepflanzte Zaunbegrünung der Marke Clematis. Also Stativ aufbauen, Nahlinsen aufschrauben, Perspektiven testen, abdrücken, ausmisten, …

Vom Ergebnis bin ich nur teilweise überzeugt. Die Perspektiven, die Bildgestaltung und die Farben gefallen mir gut.
Zuwenig beachtet habe ich den Schattenwurf des Maschendrahtzauns, dieser wirkte im Sucher deutlich weniger hart.
Enttäuscht bin ich von der Abbildungsleistug mit den Nahlinsen, chromatische abberation nennt man das glaub ich. Eventuell sollte ich doch auf ein “richtiges” Makroobjektiv sparen, aber das ist so viel Geld…

Kennt ihr das – dass ihr bei euren Fotosdas das Gefühl bekommt, dass eben Ausrüstung doch nicht zu unterschätzen ist?
Habt ihr eventuell preisbewusste Empfehlungen für die Markofotografie (Objektiv, Zwischenringe)?

Mehr

Spannung – Die Ausbeute

Gepostet am 24. September 2010 in Fotografie, Nacht, Natur, Schwarz-Weiss | 7 Kommentare

Wie bereits geschrieben war ich diese Woche frühmorgens kurz draussen um den Morgennebel festzuhalten.

Was ich faszinierend finde ist – dass alle Farben schon da sind, Mann sieht sie nur nicht. Klingt jetzt komisch aber ist echt so.
Das Auge sieht um diese Uhrzeit knapp die Konturen und fast nur schwarz (Bild2), aber mit genügend Belichtungszeit wird der Himmel Blau und die Wiese grün. (Siehe Bild 3)

Ein Wow-Effekt blieb beim betrachten der Bilder am PC leider aus. Die spezielle Stimmung konnte ich (noch) nicht einfangen. Trotzdem poste ich es hier. Falls es mir später mal gelingt vergesse ich somit nie dass es mir nicht in den Schoss gelegt wurde ;-) Genug geschrieben, hier die Bilder.

Ein richtig tolles Morgennebel-Bild inkl. der Bearbeitung dazu gibt es übrigens bei Andreas von 96dpi.de.

So richtig gross wird er mit 300mm noch nicht

05:41 Uhr - F5.6 - 1/500s - ISO200 - 300mm

05:33 Uhr - F4 - 1/15s - ISO200 - 16mm

05:33 Uhr - F4 - 1/30s - ISO200 - 16mm

Mehr

Schwangerschaft, Hochzeit und vier Bilder

Gepostet am 21. September 2010 in Fotografie, Makro, Natur, Schwarz-Weiss, Studio | Keine Kommentare

Im Moment ist es ziemlich ruhig hier im Fotoblog. Ich bin wenig am fotografieren und noch weniger am Bilder bearbeiten.

In erster Linie schreibe ich dies meiner Solidarschwangerschaft mit meiner Frau zu. Ich schone meinen Bewegungsapperat und stelle eine ausreichende Energiezufuhr sicher ;-)

Letzten Sonntag waren meine Frau und ich an einer Hochzeit. Vielen Dank an dieser Stelle an Doris und Jürgen, es war ein tolles Fest!

In der Schweiz ist es Brauch, dass diejenigen welche als letzte den Festort verlassen, jeweils einen Teil der Tischdeko/Blumen mitnehmen dürfen. Dies war auch bei diesen Hochzeit der Fall. Meine Frau meinte sofort: “Super, da freuen sich unsere beiden Töchter, wenn wir ihnen eine Rose bringen”. Ich dachte in etwa das Selbe: “Super, die Rose kann ich im Eigenbau-Fotostudio fotografieren”.
Somit gingen wir müde, zufrieden und mit drei Rosen nach Hause.

Rose aufstellen, mit dem Lichtsetting experimentieren, abdrücken, auswählen, bearbeiten und online stellen.

Mehr

Studioergebnisse Blumenstudie

Gepostet am 22. August 2010 in Fotografie, Natur, Schwarz-Weiss, Studio | 2 Kommentare

Nachdem der Kurzbericht über das Fotostudio aufgeschaltet ist, möchte ich jetzt mal ein paar Bilder aus dem Eigenbau-Studio zeigen.

So richtig begeistert bin ich von den Bilder noch nicht. Ich hatte die Blende zu weit geöffnet und die sonst oft tollen Effekte einer geringen Tiefenschärfe waren hier eher fehl am Platz. Was mir passend scheint bei diesen Bildern ist das quadratische Fomat.

Hier beginnt der grosse Vorteil eines Studios. Im Gegensatz zur Naturfotografie wo mann lange warten muss, bis man nochmals die selbe Lichtsituation kriegt, kann dies im Studio relativ einfach wiederholt werden. Habe ich dann auch gemacht. Aber die dabei entstandenen Low-Light Sonnenblumenbilder gibt es ein Andermal.

Und Du?

Denkst du das quadratische Format passt? Darf man Blumen Schwarz-Weiss fotografieren, hast du das auch schon getan?

Low-Key

Low-Key in Schwarzweiss

High-Key mit weissem Stoffhintergrund

Aufbau im Profistudio ;-)

Mehr

Ich bin ein Freund der Polditzer Traktorenfreunde

Gepostet am 4. August 2010 in Fotografie, Natur | 1 Kommentar

Heute beim Ego-Googeln (oder sagt man dem besser Domainanalyse) habe ich eine witzige Entdeckung gemacht.

Die Polditzer Traktorenfreunde verwenden auf ihrer Startseite im Header ein Bild, welches von mir ist.
Freundlicherweise verweisen sie im Impressum auch auf die Bildquelle (Photocase) und den Fotografen.

Irgendwie war es ein Aufsteller für meinen heutigen Tag. Denn ich weiss jetzt dass es die Polditzer Traktorenfreunde gibt und dass sie Geschmack bei der Bildauswahl und Wertschätzung im Impressum zeigten.

Gibt es von Euch auch ein Bild dass in den Tiefen des Internets wieder aufgetaucht ist?

Das Bild entstand übrigens direkt auf der Wiese die an unser Grundstück angrenzt.

Mehr