Vollformat oder nicht? Ich bleibe voll beim Crop

Eine Frage die viele Fotografinnen und Fotografen im Verlaufe ihrer Entwicklung oder immer wieder beschäftigt.
So auch mich. Bereits im Juli 2011 habe ich mir die Frage gestellt und mangels Entscheidungsfreudigtkeit blieb ich damals bei meiner geliebten D90.

Ende 2014 begann es wieder zu rumoren in meinem Hirn und Bauch und Herz. Wechseln zur D750 und die Frage „Vollformat oder nicht“ beenden? Bei der D90 bleiben und in Glas investieren? Eine D7100 kaufen oder ist das nur ein halber Schritt?

In der Hoffnung eine Antwort zu finden ging ich in die Grossstatt, klapperte mehrere Fotofachgeschäfte ab und nahm verschiedenste Nikon-Kameras in die Hand, führte einige Gespräche mit den Kundenberatern und – wusste immer noch nicht weiter.

Eine wichtige Weblektüre in dieser Zeit war der Tolle Blog von Gunter Wegner. Der viele Artikel zu dem Thema geschrieben hat. Aber Entscheidungen können weder andere Blogs noch Verkaufsberater liefern. Entscheiden muss man sich selbst.

Schlussendlich habe ich mich für eine Nikon D7100 entschieden und mir gleich noch ein DX 10-24mm Weitwinkel gegönnt.

Warum?

  • Ich schleppe mit DX schon genug durch die Gegend bei Ausflügen. Mit FX würde es nochmals deutlich mehr werden.
  • Das Limit bin ich und nicht der Sensor. Zumindest beim aktuellen Stand meiner Fähigkeiten 🙂
  • Um mich selbst vor der „nur wer FX hat kann gut fotografieren“ Lüge zu schützen (das war der schwierigste Punkt)
  • Falls ich in 5 Jahren wegen der Ausrüstung in meiner Entwicklung anstehe (was kaum der Fall sein wird) gönne ich mir Vollformat
  • Der Preis für den Umstieg auf FX Body und Linsen gegenüber einer D7100 und einem netten neuen Objektiv wär krass

 

In der Schlussphase der Entscheidungsfindung kam dann noch die Idee auf gleich auf eine Spiegellose Systemkamera zu wechseln, um noch weniger schleppen und investieren zu müssen.
Hier half mir dann die Hand- und Augenprobe verschiedener Systemkameras. Diese führten zur Erkenntnis dass ich oder diese Systekameras noch nicht reif für einen Wechsel sind.

 

Ich möchte Euch ermutigen bei DX zu bleiben wenn ihr zweifelt. Die Chance ist sehr gross dass die Kamera nicht die Grenze eurer Fähigkeiten einschränkt sondern ihr diejenigen der Kamera.

 

2 Antworten
  1. Dominic Brügger
    Dominic Brügger says:

    Hi Dario

    diese frage habe ich mir auch vor kurzem gestellt, weil ich mit meiner d70 einfach nicht mehr dass machen konnte, was ich wollte. ich besass dazu ein 18-105mm 3.5-5.6 und ein 50mm 1.8 + den sb-910

    Weil ich mich in Richtung sportfotografie und konzertfotografie fortbewegen wollte, etschied ich mich für eine d700 eine Kamera mit einigen Macken. Für mich war das wichtigste der iso und ich muss sagen bis iso 4000 sieht man praktisch kein Rauschen und bis iso 8000 ist es noch erträglich. Dies ist ein Enormer fortschritt gegenüber der d70 welche bei iso 400 abgefangen hat zu rauschen und bei iso 1600 war auch schon schluss. Zur d700 habe ich mir auch noch ein 70-300mm objektiv geholt, welches qualitativ nich an das Niveau des 50mm rankommt aber für die Sportfotografie unentbehrlich ist. (von der Brennweite her.) Ich bin sehr froh, dass ich auf Vollformat umgestiegen bin, und habe bis jetzt noch keinen nachteil gefunden. Wenn die Brennweite mal zu klein ist, dann stelle ich einfach auf dx um was bei allen fx kameras kein problem ist.

    LG Dominic

    Antworten
  2. Eike
    Eike says:

    Hallo Dario,

    auch ich habe mit dieser Entscheidung gekämpft. Ich hatte damals eine D3000 und für mich stand die Frage zwischen D7000 oder die ältere D300. Ich habe mich für die D7000 entschieden, denn wie auch du sagst „Das Limit bin ich und nicht der Sensor“. Ausserdem hätte ich wahrscheinlich das ein oder andere Objektiv tauschen müssen, was dann wieder ins Geld gegangen wäre. Somit teile ich deine Entscheidung, und kann auch jedem anderen (Nicht-Profi) nur dazu raten, aber wie du sagst, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Gruß
    Eike

    Antworten

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