Bamboo can do

Ich habe zugeschlagen und mir ein Wacom Bamboo Pen & Touch Fun Medium gekauft.

Qual der Wahl

Überlegt habe ich mir diesen Kauf schon im Dezember, konnte mich dann noch nicht entscheiden. Das hat sich geändert 🙂

Als ich mich jetzt erneut auf die Suche machte, studierte ich zuerst wieder die Vergleichstabelle auf der offiziellen Wacom Seite.
Ich finde diese Tabelle „untauglich“. Ich sehe die Grössenunterschiede der Tabletts nicht klar > auch nicht auf den Detailseiten.
Irgendwann bin ich dann auf die Seite mybamboo.eu gestolpert. Dort gibt es eine SEHR gute Vergleichstabelle.

Entschieden habe ich mich für das grösste Tablett der Bamboo-Reihe in der Touch Variante.

 

Handling

Um den Stift kennen- und bedienen zu lernen, installierte ich das mitgelieferte ArtRage Studio Pro und spielte etwas damit herum. Die Software liegt in Form eines Lizenzkeys bei und kann auf der Webseite von Wacom heruntergeladen werden. Auch Photoshop Essentialsund Corel Painter Essentials gehört zum Downloadumfang.
Mit der Drucksensitivität freundete ich mich schnell an. Gerade Freihandlinien zu zeichnen ist herausfordernd. Werde ich in Lightroom aber auch nicht täglich brauchen.
Ich versuchte mich auch noch in einer einfachen Zweipunktperspektive, wie ich sie mal als Bauzeichner gelernt habe. Hat Spass gemacht, aber ich bleibe beim Hobby Fotografieren und wechsle nicht zum Freihandzeichnen.
Auch in Lightroom, wo ich das Tablett hautpsächlich nutzen werde, funktioniert es wie gewünscht und erhofft. Derzeit drücke ich ab und zu noch die Druckknöpfe am Stift ohne dass ich das will, aber das kommt schon.

 

Am falschen Ort gespart

Definitiv am falschen Ort gespart hat Wacom aus meiner Sicht beim mitgelieferten USB-Kabel. Dieses ist 1m lang, was bei einem PC-Stanodrt unter dem Tisch selten reichen wird.
Als optionales Zubehör gibt es ein Wireless-Kit. Damit entfällt die Sache mit dem USB-Kabel. Völlig überflüssig dachte ich zuerst. Jetzt würde ich es nicht mehr als unnütz bezeichnen.
Ohne USB-Kabel würde sich das Tablett noch schnell verstauen und hervornehmen lassen und meinem Drang als Leertischler würde es ebenfalls entgegenkommen.

 

Lightroom kommt ins Stocken

Das Einzige was mich teilweise richtig stört ist das Arbeitstempo von Lightroom. Mit der Maus war mir LR im Entwicklungsmodul nie zu langsam. Beim Tablett ist dies leider anders 🙁
Öfters hinkt Lightroom den Befehlen auf den Tablett deutlich hinterher. Sobald ich zur Maus wechsle ist dieses Phänomen wieder weg. Liegt das an der rechenintensiven Drucksensitivitätsfunktion?

 

Und du so?

Hast du auch ein Talbett und wenn ja welches? Nutzt du es gelegentlich auch ausserhalb von PS+LR?

 

Bilder

Bilderwald.ch ist ein Fotoblog. Deshalb hier noch drei Bilder zum Thema 🙂

6 Antworten
  1. Stephan
    Stephan says:

    Du hast natürlich die Linien im Bild 2 von aussen Richtung Ecke gezeichnet 🙂

    Bezüglich der Trägheit von LR kannst du mit Tools mal checken ob der Treiber des Tablet den CPU ausnutzt. Processmon wäre so eins, wenn dir der Taskman zuwenig Infos gibt.
    Evtl gibt es aber auch noch einen Patch von Adobe oder Wacom.

    Antworten
    • Dario
      Dario says:

      Hoi Stephan
      Keinesfalls, ich habe mit den Linien in der Sammelecke begonnen. Als Ausbildungskollege ist dir sicher aufgefallen, dass ich die Ecken des Hauses betont habe, wie es uns Herr Nyffenegger eingebläut hat 🙂

      Das mit den Prozessen ist ein guter Tipp, werde ich mal testen.

      Antworten
  2. Holger Reich
    Holger Reich says:

    Hallo Dario,

    ich habe mir 2008 das Intuos4 (das mittelgroße DIN-A4) gekauft in der Erwartung, ich würde die Arbeit mit der Maus dadurch ersetzen können und die Bildbearbeitung vereinfachen. testberichte und Erfahrungen der Vollprofis haben mich dazu ermutigt.
    Heute, also gut 4 Jahre später, muß ich sagen, daß ich 95% der Bildbearbeitung wieder mit der Maus mache und sowohl unter Windows als auch Mac nur recht wenig Gewinn aus dem Tablet ziehen kann.
    Technisch gesehen ist es ein ausgereiftes Gerät, performanceeinbußen konnte ich nicht feststellen und die Zuverlässigkeit ist schon groß.
    > 300 Euro waren dafür aber schlicht fehlinvestiert – zumindest für mich. Dafür mätte ich mir lieber einen weiteren Aufsteckblitz für meine Nikon gegönnt. Man lernt halt nie aus.

    Antworten
    • Dario
      Dario says:

      Hoi Holger
      „Gut“ zu hören, dass es auch Leute gibt die ohne Tablett leben könnten, das ist ein guter Kontrast zu der sonst relativ einheiligen Meinung. Bin gespannt wie es bei mir nach einiger Zeit aussieht.

      Gibt es einen bestimmten Grund dass du es nur wenig nutzt? Bequemlichkeit, Gewohnheit, Mausfreak, …?

      Antworten
  3. lichtbildwerkerin
    lichtbildwerkerin says:

    Hi, ich nutze seit 2 Jahren ein Bamboo fun und möchte es nicht missen. Ich benutze das Grafiktablett zwar nur in der Bildbearbeitung, und auch nur, wenn es mit der Maus nervig wird, aber dann ist es eine gewaltige Erleichterung. Die Probleme im Entwicklungsmodul habe ich auch und das nervt oft. Insbesondere hakelt es, wenn ich mit dem Bereichspinsel arbeite.
    Aber kein Grund, auf´s Tablett zu verzichten 🙂

    Antworten
  4. MichaelAdamczyk
    MichaelAdamczyk says:

    Hallo !

    Ich habe das Pen&Touch in small (jedoch ohne die Touch funktion zu benutzen).
    Ich mache damit eigentlich alles wenn ich Lightroom und Photoshop offen habe, da ich sonst nur mit Touchpad arbeite und gar keine Maus am Rechner habe. Das ist wesentlich schneller und um Feinheiten zu bearbeiten einfach super. Auch bediene ich alle Balken damit, da einfach mehr Gefühl vorhanden ist.

    Drucksensitivität habe ich aus gestellt. Das regle ich in Lightroom über die Pinselvorgaben, was wesentlich genauer ist und konstant.

    Also meinen 13″ Bildschirm auf dem schmalen Bamboo komplett zu übertragen lässt mich immer ncoh super genau arbeiten.
    Sogar bei 27″ geht es eigentlich noch extrem genau zu sein, wenn der ganze Bildschirm auf das Tablet skaliert wird.

    Von mir: Top!

    Antworten

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