Onlinebackup, die Lösung aller Datensorgen?

Dass ein Backup wichtig ist, wissen vermutlich alle Amateurfotografen. So ist es auch bei mir kein Fremdthema.

Bisher hatte ich folgende Backupstrategie:

  1. Internes Backup auf zweite Festplatte im Rechner
  2. Regelmässiges Backup auf zwei externe USB-Platten die wechselnd extern des Hauses gelagert wurden

Eigentlich keine schlechte Variante, wenn Schritt 1&2 nicht vernachlässigt werden 😉

Immer mal wieder stolperte ich über die Möglichkeit von Onlinebackups. Bisher wollte ich jedoch meine Fotodaten nicht der Cloud anvertrauen. Gehindert daran hat mich der Gedanke, dass ich ja eigentlich eine Lösung hätte, sowie das etwas mulmige Gefühl meine Daten in die Cloud zu schicken.

 

Diese Bedanken habe ich über Bord geworfen.

Folgende Gründe sprachen FÜR MICH für eine Online-Backup-Lösung:

  • Datenschutz: Im schlimmsten Fall wird ein Wildfremder weltberühmt mit meinen Bildern > Damit kann ich leben
  • Bisheriges Backupsystem ist zwar in der Theorie gut, wenn ich es aber nicht umsetze nützt es nichts
  • „Gebastel“ mit Server bei Kollegen in die Hütte stellen und dann via FTP, Dyndns und was auch immer zu machen ist mir zu kompliziert und bedarf der Wartung
  • Unlimitierter Speicherplatz sowie jederzeit Zugriff auf meine Daten
  • Auch wenn der Anbieter Hops geht oder seine Server einen Totalverlust erleiden, wird dies kaum im selben Moment geschehen wie ich meine Daten brauche

 

Lösung und Umsetzung meines Backups:

Ich habe mich für Backblaze entschieden, da diese eine deutsche Oberfläche anbieten (wenngleich teilweise mit einer sehr kreativen Übersetzung), unbeschränkt Speicherplatz zur Verfügung stellen und ich online Urtsungebunden Daten wiederherstellen und downloaden kann.

Die Installation ist Kinderleicht. Programm von der Webseite downloaden, installieren, ggf. konfigurieren. Standardmässig werden alle angeschlossenen Laufwerke erkannt und zum Backup vorgeschlagen. Somit kann mit dem computerinternen Backup auch sowas wie ein Generationenbackup realisiert werden.
Das erste Backup dauert gaaaaaanz schön laaaaaange, der Testzeitraum (15 Tage) hat bei mir nicht gereicht meine kompletten Daten hochzuladen. Für ausgiebige Restoretests reichte es und die klappten auch.
Zur Sicherheit werden übrigens alle Daten 128Bit verschlüsselt auf den Server von Backblaze abgelegt. Auf Wunsch kann auch ein kundenspezifischer Schlüssel verwendet werden, dann kommen auch die Leute von Backblaze nicht mehr an die Daten.
Kosten tut mein Jahresvertrag mit unbeschränktem Speicherplatz 5$ pro Monat. Wie die das machen weiss ich nicht, aber der Preis stimmt für mich 🙂

 

Alternativen:

Für mich gibt es derzeit keine Alternative zu dieser Methode. Das heisst aber nicht dass sie alleinseligmachend ist.
Einige Blogbeiträge zum Thema Backup mit verschiedenen Varianten gab es unter Anderem bei Paddy von neunzeh27.de auf blogtimes.info.

 

Und Du?

Welche Datensicherungsmethode hast du für dich gewählt?
Ich bin mir bewusst, dass es auch gute andere Lösungen gibt, also schreibt oder verlinkt Eure Lösung in den Kommentaren, so profitieren andere auch davon.

 

 

 

2 Antworten
  1. Matthias
    Matthias says:

    Hm, ich war vor einen halben Jahr auch noch begeistert von der Idee, irgendwie scheint mir das aber für die Zukunft zumindest nicht als einzige Variante praktikabel zu sein …
    Hab damals auch nen Blogartikel bei mir dort verfasst: http://weblog.dfoto-berlin.de/2011/01/08/sicherung-kunftig-mit-safesync/

    Welche Datenmenge sicherst Du?

    Bei mir sind es mittlerweile über 400 GB, die ich mittlerweile einmal komplett bei Safesync hochgeladen habe.

    Der erste Schritt war für mich VDSL zu beantragen, ohne die 10 MBit Upload dort würde ich da die Finger von lassen.
    Dann gabs damals ein Angebot von Safesync, knappe 50 € für unbegrenzten Speicherplatz im Jahr. Dachte es mir fast, dass dies ein Lockvogelangebot ist. Mittlerweile sind die teurer und ich vermute mal, dass wird Dir bei Deinem Anbieter auch blühen.
    Ach ja, als Krönung weil das Angebot wohl so gut genutzt wurde, wurde die Bandbreite begrenzt, so dass ich mittlerweile in der Regel nur noch auf 3,5 Mbit Upload komme.

    Ansonsten habe ich die automatische Synchronisierung für meinen Bilderordner nicht aktiviert, da ich zum Anfang erstmal schubweise die Ordner rübergeschoben habe.
    Da ich aber auch an alten Ordner manchmal noch Sachen arbeite, z.B. Metadaten speichere oder bearbeitete Bilder dazu ablege oder Sachen lösche, habe ich diese Synchronisierung dann auch nicht aktiviert, weil er irgendwie ständig rackern würde. Prinzipiell macht der das ja zwar im Hintergrund automatisch und man könnte sogar den Rechner runterfahren und er macht ein anderes Mal weiter, aber irgendwie war mir das nichts so recht.

    Momentan habe ich also den Stand, dass ich Online so mal ein Backup habe, die aktuellen Änderungen an den Dateien aber nicht jedes Mal hochschiebe, dass mache ich dann doch lieber auf meine USB3.0-Platte.
    Was ich nächstes Jahr mache, wenn mein Jahresabo dort ausläuft muss ich mir noch überlegen, weil mehrere hundert € ist mir das im Jahr auch nicht wert …

    Antworten
    • Dario
      Dario says:

      Hoi Matthias

      Ich glaube für die Zukunft wird dies DIE Lösung sein, aber wissen werden wir beide dies erst in der Zukunft.

      Ich sichere auch rund 500GB, upload habe ich nie gemessen, der wird auch nicht automatisch angezeigt, lediglich wie stark Backblaze die Leitung nutzen darf kann man angeben, damit der restliche Traffic nicht in die Knie geht.
      Ja das mit den Preisaufschlägen und Datenlimits habe ich auch von 2-3 Anbietern gelesen. Solange dies bei meinem jetzigen Anbieter noch nicht der Fall ist nutze und „geniesse“ ich die Freiheit. Grundsätzlich wird sowohl online als auch Privat die Datenmenge immer Grösser und der Speicherplatz immer günstiger, was die Zukunftsvoraussage sehr schwer macht, was in 5 Jahren richtig ist. Deshalb schrieb ich auch, dass es jetzt im Moment für mich richtig ist.
      Wie Konsequent bist du mit dem Backup auf die USB-Platte?

      Antworten

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