Soll ich oder soll ich nicht:

Die Frage, ob ich auf Vollformat umsteigen soll beginnt mich zu beschäftigen. Ich möchte meinen Blog nutzen, um meinen Meinungsbildungsprozess (ich bin ja demokratischer Schweizer ;-)) breit abzustützen.

Warum überhaupt auf Vollformat wechseln?

Derzeit fotografiere ich mit einer D90. Dazu habe ich zwei Kitlinsen, eine 50mm Festbrennweite und vor kurzem ist noch ein Tamron 90mm Makro dazu gekommen.
Mit diesem Equipment schiesse ich meine Fotos und stehe eher mit der Bildkomosition an als mit der Technik. Natürlich ist die Isoleistung, Tiefenschärfe, usw. einiges besser bei einer D700. Aber dies alleine würde den Kauf im Moment für mich noch nicht begründen. >>hier meine aktuelle Ausrüstung
Was ich mich jedoch frage ist, wie viel Geld soll ich noch in Linsen, Filter, Batteriegriff, usw. investieren, um dann eines Tages doch auf Vollformat zu wechseln und fast alles wieder zu verkaufen?

Wenn ich wechseln würde, wäre es die Nikon D700 oder deren Nachfolger.

Kennt ihr diese Gedanken?

Stellt ihr Euch diese Frage auch, wenn ihr jetzt (noch) Mitteformat fotografiert? Zu welchen Schlüssen seid ihr gekommen?
Oder seid ihr umgestiegen und was führte zu diesem Entscheid? Denn die Linsen und alles wird dann ja auch teurer…
Dass dies alles Luxusprobleme sind, ist mir wohl bewusst, aber dies ist ja meist so bei einem Hobby.

23 Antworten
  1. chrigu
    chrigu says:

    das ist ein schwieriges unterfangen…
    ich habe mich damit auch einige zeit umhergeschlagen – ich bin zum schluss gekommen, dass ich beim dx-format bleibe, und habe mir dann eine D7000 (von einer D60) zugelegt.
    für mich ist das vollformat (noch) zu teuer. die qualität der linsen ist höher und somit teurer, da der bildkreis grösser ist.
    aus diesem grunde, achte ich bei einem kauf einer neuen linse, dass sie „vollformattauglich“ ist.
    in vier bis fünf jahren werde ich dann eh wieder eine neue „knipserkiste“ kaufen – dann stellt sich die frage erneut. ich bin der meinung, dann bin ich fit für fx.
    auch bei den tests der gleichen linse auf dx und fx schneidet die linse für gewöhnlich an einer dx besser ab – die guten linsen auf fx sind einfach teurer… (siehe http://www.photozone.de)

    aber wieso nicht mehr auflösung? du bleibst ja praktisch identisch. lohnt sich der umstieg „nur“ wegen dem besseren sensor und den neuen objektiven, die du brauchen wirst?

    ich werde die diskussion mit spannung verfolgen – und vielleicht zu einem späteren zeitpunkt (neukauf) nochmals lesen.

    gruss
    chrigu

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    • Dario
      Dario says:

      Hoi Chrigu

      Danke für Deine Rückmeldung. Diesen Weg habe ich bisher noch nicht so richtig in Betracht gezogen aber eigentlich ist es ein guter Weg. Besser Linsen kaufen so steht einem später nichts im Wege.

      Wie meinst du das mit der Auflösung („aber wieso nicht mehr Auflösung?…“). Ich bin kein Fan von zuviel Pixel, einerseits wegen der nicht linear zunehmenden Qualität, sowie wegen dem Datenvolumen welches man sich damit auf den PC holt…

      Mal schauen, wer sich als erster entscheidet 🙂

      Gruss Dario

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      • chrigu
        chrigu says:

        hallo dario,
        … das ist super, wenn dein makro auf ein vollformat passen würde! da sähe meine optik schlechter aus… .
        mir mehr auflösung meine ich, warum denn nicht einen 24megapixel chip? da kann man schöne ausschnitte machen… ; ich sähe da ev. einen „sparfaktor“ – man kann ein kleineres zoom kaufen.
        das datenvolumen finde ich als nebensache – denn speicher hat man eh nie genug (und der ist ja äusserst preiswert)…
        wobei ich sagen muss, dein aspekt mit der nicht linearen zunahme der bildqualität ist gut – muss ich mal genauer ansehen.

        dank regnerichem wetter konnte ich heute ein wenig nachforschen – ich bleibe bei meinem weg: gute linsen kaufen (fx-kompatibel) und dann irgendwann (so in max. 5 jahren) zuschlagen; aber dann richtig.

        ah, noch ne frage an dich; ich bearbeite meine bilder mit pc – einen mac will ich mir mal ansehen. weisst du, ist die bildbearbeitung wirklich viel schneller? welchen mac?

        danke für deinen hinweis.

        gruss
        chrigu

        übrigens: „Mal schauen, wer sich als erster entscheidet“ -> da wirst du vermutlich gewinnen, denn ich habe die D7000 erst seit ca. zwei monaten – und bevor ich die kamera nicht vollends im griff habe, gibts keine neue….
        und auf meiner wunschliste ist ein neuer body nach dem mac und dem neuen blitz und, und, und …. 🙂

        übrigens hier noch ein guter link: http://hennigarts.com/cgi-bin/dslr-data.cgi?D90=1&D700=1&D7000=1

        Antworten
        • Dario
          Dario says:

          Hoi Chrigu

          Ich arbeite auch an einem PC und nicht an einem Mac, daran werde ich bis auf weiteres nichts ändern. Das Geld stecke ich lieber in die Fotoausrüstung.

          Cool, dieser Vergleich auf der Seite, kannte ich noch nicht.

          Antworten
  2. Matthias
    Matthias says:

    Auch wenn ich aus dem Canonlager komme, habe ich die Überlegungen für mich auch schon angestellt und mein nächster Body wird vermutlich Vollformat sein. Auch wenn abzuwarten bleibt, was vielleicht bei Canon in Richtung spiegelloser Technik mal so kommen wird …
    Daher habe ich mir jedenfalls in den letzten Jahren nur noch vollformattaugliche Objektive zugelegt.

    Antworten
    • Dario
      Dario says:

      Clever deine Voraussicht. War gestern positiv überrascht als ich für diesen Artikel überprüfte und feststellte, dass mein Makro Vollformat-tauglich ist. Bisher ist nur mein 16-85mm nicht Vollformattauglich.

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  3. Jana
    Jana says:

    Meine letzten Objektive habe ich auch alle so gekauft, dass sie irgendwann auf eine D700 (vermutlich aber der Nachfolger) gesteckt werden. Ich hätte D700 gerne schon länger, aber finanziell hat es nie gepasst. Das Interessante ist aber, umso mehr man sich mit der Fotografie beschäftigt, umso mehr wachsen auch die Ansprüche an eine Kamera. Bei mir ist das schon so gereift, dass ich über zukünftige Fachkameras nachdenke, auf die ich per Adapter auch meine neuen Objektive stecken könnte und die ein Digitalrückteil haben. Aber das ist wirklich Zukunftsmusik und Ziele sind wichtig 🙂

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    • Dario
      Dario says:

      Jas mit den Wünschen und den Möglichkeit ist so eine Sache. Damit kämpfen nicht nur meine Kinder sondern gelegentlich auch ich 🙂 Eventuell kennst du dies auch von deinen Terrorzwerg.
      Bin gespannt wann und was du über die D700 bzw. deren Nachfolger schreibst!

      Wie zufrieden bist du eigentlich mit deinem 11-16mm Objektiv?

      Antworten
      • Jana
        Jana says:

        Gott sei Dank ist der Terrorzwerg noch klein, ich kann ihn immer noch mit einem Ü-Ei glücklich machen. Aber ich ahne schon, was auf uns zukommen mag…

        11-16mm Tokina. Ich mag das Objektiv sehr, es hat eine sehr eigenwillige Lichtgestaltung, aber es ist wirklich nur für Landschaften ohne Türme und Häuser geeignet. Die fallenden verzerrten Linien sind teilweise krass, sprich für Architekturfotografie würde ich es nicht nehmen.

        Antworten
        • Dario
          Dario says:

          Danke für den Kurzbericht. Hier in der Schweiz hat es ja mehr Felder und Wiesen als Türme und Wolkenkratzer. Zumindest in der Gegend woich wohne 😉

          Antworten
  4. Bernd
    Bernd says:

    Hi Dario,

    genau die selbe Frage hat mich schon seit mehreren Wochen beschäftigt. Genau wie du fotografiere ich mit einer D90 und habe dort meine ersten Schritte gelernt. Mit der Zeit habe ich jedoch immer einen Gedanken an den Umstieg auf FX gehabt und letzte Woche dann von Hombertho die gebrauchte D700 gekauft. Es ist sicherlich eine Frage des Budgets, aber wenn du eh schon mit dem Gedanken spielst, dann ist es früher oder später sowieso so, dass du dir eine FX kaufen wirst 🙂

    Was die Objektive angeht, so habe ich auch bei Neukäufen darauf geachtet, dass ich diese auch an der FX verwenden kann. Ich habe zwar noch ein 10-20mm welches nicht geht, aber der Rest funktioniert und auch an der DX war ich mit den Objektiven immer zufrieden. Generell würde ich den Fokus zunächst auf gute Objektive setzen, die später für FX verwendet werden können. Ansonsten wirfst du dich selbst zurück, wenn du nur den Body aktualisierst, aber kein Geld für die passenden Objektive hast.

    Ich werde demnächst von meinen ersten Erfahrungen auf meinem Blog berichten und auch schreiben, warum FX jetzt doch sein musste 🙂

    Grüße,
    Berdn

    Antworten
      • Bernd
        Bernd says:

        Ich hab noch kein Weitwinkel für Vollformat gekauft. Bis jetzt hat mir das 24-70 für die ersten Bilder ausgereicht. 24mm ist schließlich wie ein 15mm am DX. Falls du aber noch ein Weitwinkel für DX suchst, hätte ich jetzt noch ein Sigma 10-20mm abzugeben 😉

        Antworten
        • Dario
          Dario says:

          Also das DX-Tauglich kannst du behalten. Ich wurde von tollen Blogkommentaren auf die gute Idee gebracht nur noch Vollfomattauglich Objektive zu kaufen 😉

          Antworten
          • Bernd
            Bernd says:

            War auch eher als Scherz gedacht 😉 Falls du jedoch jemanden kennst, der eins brauch, kannst ihn ja mal bei mir vorbei schicken

  5. Holger Reich
    Holger Reich says:

    Ich stelle mir hierzu ein paar Basisfragen:
    Wozu brauche ich eine Vollformatkamera?
    Werden meine Bilder dadurch besser?
    Habe ich die Möglichkeiten und Leistungsgrenzen meiner „kleinen“ Kamera ausgereizt?
    Ist es eine wirtschaftlich gute Entscheidung?
    Gibt es Anschaffungen für die Familie, die wichtig sind?
    Habe ich die 3.000,00 € tatsächlich zuviel (=übrig)
    Wird hier vor allem mein Ego angesprochen?

    … und zum guten Schluß: Was sagt meine „Regierung“ dazu?

    Ja, auch ich bin ein guter Demokrat und bin mit meiner Frau immer EINER Meinung – nämlich Ihrer 😉

    Also bleibe ich bescheiden bei meiner Minikamera (D200) und bezahle halt den Familienurlaub mit dem Geld der Vollformatkamera und entscheide mich für ein gutes Maß an Zufriedenheit mit dem, was ich habe.

    lg
    Holger, der natürlich auch technikbegeistert ist

    Antworten
    • Dario
      Dario says:

      Hoi Holger.
      Danke für deinen Gedankenanstoss. Letztlich ist mein Hobby ein Luxus. Ich könnte auch alt und glücklich werden ohne eine Spiegelreflexkamera.
      Ich habe das Glück gelegentlich durch einen Nebenverdienst etwas Geld zu verdienen und dieses Geld kann ich dann in mein Hobby investieren.

      Antworten
  6. Georg
    Georg says:

    Hallo Dario, dieser Thread ist zwar schon einige Wochen alt, aber ich habe ihn eben zufällig gefunden. Es ist wirklich eine interessante Frage, die man nicht aus reiner Technikverliebtheit heraus für sich beantworten sollte. Ich habe selber eine D700, eine wahrhaftig tolle Kamera, aber es ist diejenige, die ich am wenigsten benutze. Meistens Fotografiere ich mit meiner Olympus E-PL1 oder meiner inzwischen betagten Nikon D80, was bei mir einerseits mit dem Gewicht des Equipments zu tun hat und zum anderen bin ich nicht der Meinung, mit der D700 die besseren Bilder zu machen.

    Es gibt aber für mich einen guten Grund, die D700 nicht wieder abzugeben, und das sind Situationen, in denen ich höhere ISO-Einstellungen brauche. Da kann ihr keine Kamera mit kleinerem Sensor das Wasser reichen. Das Potenzial Dinge freizustellen ist natürlich auch größer, ein kurzer Schärfentiefenbereich ist aber auch nicht immer der Weisheit letzter Schluss. Mir ist die kleine Fourthirds-Kamera eigentlich am liebsten, zumal es auch weniger kostet, damit eine brauchbare Ausrüstung anzulegen. FX geht richtig ins Geld, denn mit billigen Objektive macht eine D700 wenig Sinn.

    Eine eindeutige Empfehlung kann ich Dir also nicht geben, ich kann mir aber gut vorstellen, dass Du mit der D90 noch einige Jahre viele schöne Bilder machen kannst.

    Herzliche Grüße, Georg

    Antworten
    • Dario
      Dario says:

      Hoi Georg, ich freu mich auch über Kommentare auf „ältere“ Beiträge.
      Spannend deine Beschreibung zu lesen. Ich merke das der „unbedingt sofort haben muss“ Reflex bei mir seit dem Post wieder zurück ging und ich (falls ich dann doch mal umsteige) dies entspannt und nicht aus einer kurzfrisitgen Euphorie tun kann.

      Antworten
  7. Rene
    Rene says:

    Hallo Dario…
    Die selbe Frage stelle ich mir momentan auch immer wieder – für mich steht aber als D7000 User nicht die D700 im Fokus, sondern die D3s… Meine Gedanken dazu habe ich zufälligerweise erst vor ein paar Tagen hier gepostet:
    http://www.fotowahn.ch/2011/09/22/warum-eine-nikon-d3s-manchmal-eben-doch-besser-ware-als-eine-nikon-d7000/
    (Für mich sind absolute Killer-Kriterien: Sehr gute ISO-Leistung, Serienbilder / Cache, 2 Speicherkarten Slots, Geschwindigkeit (Fokus und B/s)
    Gruss Rene

    Antworten
    • Dario
      Dario says:

      Hoi Rene
      Zum Glück verhindert mein Budget, mir Gedanken über die D700 hinaus zu machen 😉
      Freut mich mit Dir einen Kantonskollegen und Fotoblogger gefunden zu haben. Mein erster Thurgauer Blog im Feedreader.
      HAbe gesehen dass du Motocross fotografiert hast, da kommt bei mir auch noch was in einem nächsten Blogpost.

      Antworten
      • Rene
        Rene says:

        Hoi Dario

        Per Zufall bin ich wieder über diesen „alten“ Thread gestolpert… 😉

        Nachdem ich Ende des letzten Jahres im Circus mit einer D3s fotografiert habe, bekam ich echte Depressionen wegen meiner Ausrüstung… War schon frustrierend, dass nur D3s Bilder „gut“ wurden… Bin gespannt, ob meine Depressionen dann Mitte Februar verschwinden, wenn meine bestellte D4 eintreffen tut… ;-))))

        Gruss,
        Rene

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